Baustellenreport

Hier wird ordentlich uffjemotzt!

Im Berliner Märkischen Viertel , dem derzeit größten Modernisierungsvorhaben einer Großsiedlung in Deutschland, unterstützt das Unternehmen HZ mit seiner 40-jährigen Kompetenz in Sachen Altbaumodernisierung die Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG in allen Bauphasen.

Gemeinsam mit Bundesminister Wolfgang Tiefensee und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, gab die GESOBAU AG am 28.09.2008 den Start der Modernisierung des Märkischen Viertels in Berlin bekannt. Für die Modernisierung von circa 13.000 Wohnungen ist ein Investitionsvolumen von 440 Millionen Euro vorgesehen.

Hier wird ordentlich uffjemotzt, Eichhorster Weg im Märkischen Viertel.

Die Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG hat sich zum Ziel gesetzt, durch umfangreiche Sanierung und Modernisierung das Wohngebiet den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Von Anfang an begleitet die Firma HZ Hans Weitzel GmbH & Co. KG Ingelheim das derzeit größte Modernisierungsvorhaben einer Großsiedlung in Deutschland. Die Redaktion HaustechnikDialog informierte sich bei HZ über den aktuellen Stand und sprach über die Umsetzung und Besonderheiten bei der Modernisierung der Heizungsanlagen mit zuständig für Produktentwicklung und technisches Marketing bei HZ.

Redaktion HaustechnikDialog: , Sanierungsmaßnahmen sind ja immer anspruchsvoll, aber für HZ ist das doch nichts besonderes, denn das ist ja Ihr Kerngeschäft?

Richtig, im Umfeld von Modernisierungen von Altbauten fühlen wir uns zu Hause, ob Jugendstilvillen, Gründerzeithäuser, Werks-Wohnsiedlungen oder Beton-Plattenbauten in Großwohnsiedlungen.

Unsere in über 40 Jahren erworbene Kompetenz zeigt sich einerseits in den darauf abgestimmten Produkten der Vorwand-Installation und deren ständigen Innovationen als auch dem Verständnis für die jeweiligen Baustrukturen.

Zentrale Hochhausgruppe am Senftenberger Ring/ Wilhelmsruher Damm, Architekt: Hans Müller / Georg Heinrichsim.

Aber jede Bebauung ist individuell wie ihr Umfeld, die Bewohner, die vorhandene Bausubstanz und geplante Technik. Die ständig neue Herausforderung für HZ ist die spezifische Optimierung: maximaler Komfort im Wohnbereich mit wirtschaftlich-effektiven Produkten, abgestimmt auf die jeweiligen Grundrisse, die einzusetzenden Rohrwerkstoffe und Verbindungsarten.

Unser Team hat sich darauf optimal eingestellt: technische Planungs- und Ausführungsunterstützung und ein guter Kontakt zu allen Beteiligten.



Das Märkische Viertel


550.000 m² Grünflächen, 7.250 Bäume, mehr als 200 Spielplätze und jede Menge Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten machen das Märkische Viertel MV lebens- und liebenswert. Das war vor 40 Jahren eher umstritten und mit negativem Image behaftet, obwohl das MV seit vielen Jahren weltweit beispielhaft als gelungene Lösung zur Schaffung von viel Wohnraum auf geringer Fläche gilt.

Das Wohnviertel wurde in den Jahren 1963 bis 1974 errichtet und zählte damals zu den größten Neubaugebieten Deutschlands. Von 20 Architekten wurden unter der Gesamtleitung von Werner Düttmann, Hans Müller und Georg Heinrichs etwa 17.000 Wohnungen für ca. 50.000 Menschen errichtet. lm MV wurde entgegen der damals herkömmlichen Flächenbebauung eine Stadtlandschaft errichtet. Zusammenhängende Ketten von gestaffelten Wohnhochhäusern sollten wie Arme die bereits vorhandenen, aber auch die neu errichteten Gebiete mit kleineren Wohnhäusern umschließen. Im Mittelpunkt dieser Gesamtanlage wurde ein Dienstleistungszentrum mit Geschäften, einem Kaufhaus und Restaurants als Kommunikationsort errichtet. Der Anteil an Grünflächen ist in keinem anderen Wohnprojekt dieser Art so groß wie hier.

Die Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG hat sich zum Ziel gesetzt, durch umfangreiche Sanierung und Modernisierung das Wohngebiet den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Das Wohngebiet wird heute von seinen Anwohnern, die eine gewachsene soziale Mischung darstellen, akzeptiert. Es besteht eine enge Bindung vieler Mieter an ihr Viertel. Im Jahre 1999 wurde das Märkische Viertel aufgrund seiner Bevölkerungsstärke und der Tatsache, dass die dort Wohnenden sich selbst als MV´ler sehen, zum 10. Ortsteil Reinickendorfs erklärt.

Redaktion HaustechnikDialog: Welche Erwartungen kann HZ denn für alle am Bau Beteiligten erfüllen?

Anpassen des Steigstrangprofiles in L- Bauform passend zwischen Wand und Balkon-Fassadenelement.

Genau das ist der Punkt, nicht nur Produkte und Systeme zu verkaufen, sondern technisches Know How einzubringen und unterstützend alle Bauphasen zu begleiten. Bei den Modernisierungen im Märkischen Viertel haben unser Vertriebsleiter, , und der regionale Außendienst, , in intensivem Kontakt mit der GESOBAU AG, den Architekten und Fachplanern die möglichen optimalen Wege und Varianten unserer Systemtechnik aufgezeigt. Dann wird es ernst: erste Begehungen vor Ort, Abstimmung mit dem Auftraggeber und den Fachplanern. An dieser Stelle erarbeiten wir von HZ im Team konkrete Varianten der Rohrverlegung, Systemtechnik und dem Bauablauf. Unsere Ausstattung von Musterwohnungen gibt nicht nur den am Bau Beteiligten technische Sicherheit, auch der Mieter kann sich ein Bild seiner künftig modernisierten Wohnung machen. Nach erfolgter Vergabe an die Handwerksunternehmen führen wir eine Schulung und Einweisung im Sanierungsobjekt direkt durch und begleiten die Beteiligten bis zum Schluss mit Rat und Tat.

Redaktion HaustechnikDialog: Das hört sich alles prima an, aber oft stellen sich zu Baubeginn und während des Bauablaufs neue Gegebenheiten und technische Probleme ein. Was hat Sie im Märkischen Viertel erwartet und welche Lösungen bietet HZ?

Alter Heizkörper und Stahlprofil-Rohr (System Rietschel-Henneberg) sind demontiert.

Im Eichhorster Weg begann unter intensiver Planungsunterstützung seitens HZ in den Jahren 2007 / 2008 die Modernisierung der Heizungsanlagen, die nunmehr in weiteren Straßenzügen im MV fortgesetzt wird. Hierbei galt es, das alte vorhandene 1-Rohr-System in horizontaler Ringleitung (Wasserführendes Stahlrohr- Vierkantprofil, teils mit Blechprofil-Abdeckung, nach dem Rietschel-Henneberg-Prinzip) zu ersetzen. Da jedoch das alte System mehrere Wohnungen ringförmig anschließt, ergeben sich aus heutiger Sicht Probleme beim hydraulischen Abgleich, den Wärmeverlusten, der Abrechnung und Instandhaltung.

Erste Wahl ist nunmehr die Verlegung einer modernen 2-Rohrheizung unter HZ-Sockelleisten, Anbindung der Heizkörper mit HZ-Heizkörperanschlüssen und die Verkleidung gedämmter Steigstrangrohre unter HZ-Profilen.

Montage der Heizungsanbindung für HZ-Sockelleistensystem und passendes Ablängen der Profile. Die Endmontage erfolgt nach Abschluss der Boden- und Malerarbeiten.

Durch die Verkleidung der Rohre und Fittinge kann der Installateur Systeme seiner Wahl einbauen, sowohl metallische Rohre als auch Mehrschichtverbundrohre. Moderne Rohrsysteme und Verbindungstechniken generieren enorme Zeitvorteile. Diese jedoch zum Teil klobigen und unschönen Fittinge müssen dann verdeckt werden. Hier kommen wir zum Zug und verkleiden alles mit Sockelleisten auf HZ-Schellen, weitere ohnehin benötigte Rohrschellen entfallen.
  
Durch Verwendung von HZ-Heizkörperanschlüssen werden die Montagezeiten um bis zu 30 Minuten je Anschlussgruppe gesenkt, ein Vorteil nicht nur für die Arbeitszeit, sondern unverzichtbar für einen schnellen Bauablauf im „bewohnten“ Zustand.

Fertiges Balkon- Fassadenelement mit gedämmtem Paneel hinter der Heizfläche, HZ- Heizkörperanschluss mit Ausgleichswinkelabsperrung und angepasstem Sockelleistenprofil.

Der Mieter ist schließlich Kunde und drängt auf einen zügigen, belastungs- und schmutzarmen Bauablauf. Geradezu ideal ist hier, dass durch die HZ-Anschlussgruppen auch Stemmarbeiten an Wänden und Nachputzen entfallen.

HZ-Heizkörperanschlüsse sind für alle gängigen Rohrsysteme und Verbindungstechniken konzipiert, (Pressen, Löten, Verschrauben). Ein weiteres Plus für den Installateur für einen schnellen Bauablauf mit hoher Produktqualität und Gewährleistung: HZ bietet sowohl die wichtigsten Kupferpressfittinge werksseitig eingedichtet im Standard an als auch systemspezifische Fittinge der Verbundrohrhersteller fix und fertig eingedichtet. 

Besonderes Augenmerk gilt der Anpassung der HZ-Profile an die neuen Fenster- und Balkon-Fassadenelemente. Maßlich und farblich abgestimmt ergibt sich ein perfektes optisches und technisches Zusammenspiel bei niedrigen Investitionskosten.


Das Modernisierungskonzept

Im Märkischen Viertel wird im Hinblick auf Großwohnsiedlungen erneut eine Vorreiterrolle einnehmen, wie schon einmal Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre. Insgesamt werden von rund 16.000 Wohnungen im Bestand der GESOBAU 13.000 Wohnungen in den kommenden acht Jahren modernisiert. Bei rund 3.200 Wohnungen beginnt die Modernisierung noch in 2009.

Das Projekt hat Modellcharakter. Ziel ist, den CO2-Ausstoß nachhaltig senken und wesentlich zum Klimaschutz beizutragen. Damit wird aber auch den Menschen mit dem schmalen Geldbeutel geholfen, ihre Heizkosten deutlich zu senken. Das Besondere dieser umfassenden und mit diesem Investitionsvolumen in Deutschland bisher einmaligen Maßnahme ist das energetische Konzept und der geplante Einsatz regenerativer Energien. Die enge Zusammenarbeit mit den Partnern Vattenfall und dem Fernheizwerk Märkisches Viertel garantieren eine ausgeglichene Energiebilanz. Nicht nur das Thema Energieeffizienz, sondern auch die deutliche Erhöhung des Wohnkomforts und der subjektiven Wohlfühlfaktoren sind Inhalte der umfassenden Modernisierung. So ist eine komplette Erneuerung der Heizungsanlagen und Bäder vorgesehen, der Eingangsbereiche in den Häusern, der Mülltechnik, der versiegelten Außenanlagen und Wegeleitsysteme.

Die Entwicklung zielgruppenspezifischer Produkte ist ein weiteres Ziel. Es entstehen barrierearme Wohnungen, die den Ansprüchen der älteren Bewohner des Märkischen Viertels gerecht werden und Wohnungen, die mit modernster Multimedia-Technik ausgestattet werden.

„Wir werden eine nachhaltige und komplette Modernisierung wirtschaftlich durchführen, so dass wir unseren Mietern moderne und marktgängige Produkte zu annähernd gleichen Preisen bieten können,“ sagte , Mitglied des Vorstandes.

Finanziert wird diese umfassende Modernisierung aus Rücklagen der GESOBAU sowie aus der Inanspruchnahme von Finanzierungen aus dem Wohnraum- Modernisierungs- und CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW. Und durch ein enges Zusammenspiel der GESOBAU mit der Bundes-, Landes- und Bezirksebene kann im Rahmen des Programms "Stadtumbau West" die Infrastruktur des Viertels künftig gemeinsam noch weiter optimiert werden.

Redaktion HaustechnikDialog: Das energetische Konzept im Sanierungsprojekt Märkisches Viertel steht unter der Zielvorgabe, die Heizkosten und damit den CO2-Ausstoß, als wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, nachhaltig deutlich zu senken. Welchen Beitrag leistet hier HZ?

Bezugsfertige modernisierte Wohnung nach Abschluss der Boden- und Malerarbeiten.

Die gesamte Verteilung und Anbindung der Heizung wurde von den Fachplanern neu gestaltet. Gemäß EnEV erfolgt die vertikale Rohrführung nunmehr gedämmt unter HZ-Steigstrangprofilen. Mit Einführung der EnEV haben wir von HZ für die Fachplaner Auswahltabellen erarbeitet, um das richtige Profil passend zur Rohrnennweite und Dämmstärke auszuwählen. Die Einzelanbindungen zu den Heizkörpern wird wohnungsweise horizontal im 2-Rohrsystem unter HZ-Sockelleistenprofilen geführt. Durch den deutlich verbesserten hydraulischen Abgleich und strömungstechnisch verlustarme Heizflächenanbindung mittels HZ-Heizkörperanschlüssen wird zudem die Gesamtpumpenleistung verringert. Diese Maßnahmen bedeuten reale Einsparung von Energiekosten für Bewohner und Klimaschutz. Dieses im Umfang anspruchsvolle und einmalige Sanierungsprojekt wird in den nächsten Jahren fortgesetzt.


Die Firma HZ Hans Weitzel GmbH & Co.KG

Hans Weitzel gilt als Begründer der Rohrverlegung für Heizungsanlagen unter Sockelleisten. Seit der Firmengründung im Jahre 1963 ist aus der Idee der Rohrverkleidung bei der Vorwandinstallation ein Komplettangebot rund um Heizung und das Rohr entstanden.

Das traditionsreiche Familienunternehmen aus Ingelheim am Rhein mit Niederlassung in Leipzig entwickelte sich zum kompetenten Systemanbieter, vor allem durch die konsequente Weiterentwicklung mit höhenverstellbaren Schellen und Komplettierung der modernen Vorwandinstallation mittels Heizkörperanschlüssen und Steigstrangprofilen.

Die heutige Systemtechnik ist bestimmt für die Verkleidung von horizontalen Heizungsrohren, vertikalen gedämmten Steigstrangrohren, Kombinationslösungen für Heizungs- und Kabelverlegung bis hin zur integrierten Verlegung von Elektro- und Datenkabeln einschließlich kompletter Gerätecontainer.

Das ISO- zertifizierte Unternehmen wird geführt von sowie und . Der Vertrieb erfolgt über den Fachgroßhandel


Die GESOBAU AG


ist eines von sechs städtischen Berliner Wohnungsunternehmen. Sie betreut mehr als 100.000 Mieterinnen und Mieter in über 40.000 Wohnungen in West und Ost und ist der größte Anbieter von Wohnungen im Norden der Hauptstadt. Einst hervor gegangen aus einem Eisenbahnbau-Unternehmen hat sich die Firma in mehr als 100 Jahren mittlerweile zum erfahrenen Dienstleister für Vermietung, Wohnungsverwaltung und Immobilienwirtschaft entwickelt. Beispielhaft ist das soziale Engagement in der GESOBAU-Stiftung für Kultur und Bildung, Kinder und Senioren sowie soziale Integration. Die 60er-Jahre-Großsiedlung Märkisches Viertel in Reinickendorf ist die markanteste Einzelbestandsmarke des Wohnungsunternehmens. Zu den Beständen gehören aber auch Gründerzeithäuser im begehrten Pankow, Plattenbauten in Weißensee und Buch sowie Altbauten im ehemaligen Arbeiterbezirk Wedding. Geführt wird das Unternehmen durch die Vorstandsmitglieder .

Die GESOBAU AG hat ein umfangreiches Programm entwickelt, mit dem sie die Bewohner im Rahmen der Modernisierung begleiten wird. 

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